Kurdistan Human Rights Association (KMMK) e.V.
Nachrichten

Bericht über Menschenrechtsverletzungen im September 2022

Bericht von der Kurdistan Human Rights Assosition KMMK, basierend auf den von der Organisation gesammelten Berichten.

Dieser Bericht ist aufgrund der fehlenden Erlaubnis der iranischen Regierung für Menschenrechtsorganisationen unvollständig und stellt nur einen Teil der Menschenrechtsverletzungen in Kurdistan dar.

Die Islamische Republik Iran verletzt weiterhin die bürgerlichen, politischen und sozialen Rechte der kurdischen Bevölkerung durch Verhaftungen und andere repressive Maßnahmen. Die systematische Verletzung von Meinungsfreiheit, Recht auf Leben, persönlicher Sicherheit und der Einsatz diskriminierender Politik gegen die kurdische Bevölkerung finden täglich statt.

Hinrichtungen

Im Rahmen ihrer unmenschlichen und feindseligen Politik hat die iranische Regierung in diesem Monat die Hinrichtung von 8 Personen durchgeführt.

Getötete, Verhaftete, Verletzte und Inhaftierte

Aufgrund der landesweiten Proteste, insbesondere in Ostkurdistan, kam es zu einem Anstieg der Verhaftungen, Verletzungen und Todesfälle. Durch die schwierige Lage und wiederholte Internetsperren konnten nicht alle Details und tatsächlichen Zahlen erfasst werden. Insgesamt wurden in diesem Monat über 1065 Personen in Ostkurdistan verhaftet, mehr als 1177 verletzt und über 38 getötet.

Laut detaillierten Berichten wurden 307 Personen festgenommen, darunter 62 Frauen und 242 Männer. Für 6 Personen wurden Haftstrafen verhängt, und drei Kolbars wurden ebenfalls festgenommen.

Kolbars und Händler

Durch den direkten Beschuss durch die bewaffneten Einheiten der iranischen Revolutionsgarde wurden 10 Kolbars getötet und 24 verletzt, insgesamt also 34 Personen, die als Kolbars tätig waren.

Selbstmorde

In diesem Monat begingen mehr als 6 Jugendliche unter 18 Jahren Suizid; zudem nahmen sich über 2 Frauen und 10 Männer das Leben.

Minen

Berichten zufolge wurden in diesem Monat 2 Personen durch Minenexplosionen schwer verletzt, und eine Person verlor dabei ihr Leben.

Beschuss der Zivilbevölkerung

Nach dem Tod von Zhina (Mahsa) Amini und den darauf folgenden Protesten in ganz Iran, die in Saqqez und Divandarreh in Ostkurdistan begannen, wurden Zivilisten in allen Städten Ostkurdistans von iranischen Sicherheitskräften direkt beschossen. Laut den vorliegenden Daten wurden 24 Personen mit bestätigter Identität getötet. Aufgrund der aktuellen Lage ist es schwierig, vollständige Angaben über die tatsächliche Zahl der Verletzten, Getöteten und Verhafteten zu machen.

Bericht der Kurdistanischen Menschenrechtsorganisation KMMK (Zusammenstellung: Fereyd Rouhani)

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